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Was gilt als guter Turnitin-Wert? 15%, 25% oder anders?

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Schreiben von  Emma Caldwell
2026-03-04 16:47:02 min lesen

Fragst du dich, was einen "guten" Turnitin-Score ausmacht? 

Sind es 15 %, 25 % oder etwas anderes? 

In diesem Artikel erklären wir, was diese Prozentzahlen wirklich bedeuten und wie du deinen Turnitin-Bericht interpretierst. Los geht's!

Was ein guter Turnitin-Score ist

Hinweis: Turnitin-Ergebnisse sind normalerweise nur für Lehrkräfte einsehbar. Studierende können den Ähnlichkeitswert sehen, falls erlaubt, aber der KI-Wert bleibt verborgen. Wenn du deinen kompletten Turnitin-Bericht inklusive KI-Erkennung erhalten möchtest, teste T-detector.

Was ist ein guter Turnitin-Score?

Typische akzeptable Bereiche

Wenn es darum geht zu definieren, was ein "guter" Turnitin-Score ist, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Akzeptable Ähnlichkeitswerte können je nach den Richtlinien Ihrer Bildungseinrichtung und den spezifischen Anforderungen Ihrer Lehrenden erheblich variieren. Bei einem guten Turnitin-Score geht es nicht nur um den Prozentsatz, sondern auch um eine Bewertung des Kontexts, in dem Ähnlichkeiten auftreten.

Im Allgemeinen wird ein Ähnlichkeitswert von 10 % bis 20 % als akzeptabel angesehen. Dieser Bereich deutet darauf hin, dass der größte Teil des Inhalts originell ist, wobei einige Zitate oder gängige Formulierungen mit anderen Quellen übereinstimmen. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein niedrigerer Prozentsatz in der Regel auf weniger direktes Kopieren aus Quellenmaterial hindeutet, was in der Regel vorzuziehen ist. Lehrende verlassen sich nicht allein auf den Ähnlichkeitswert, um zu bestimmen, ob eine Aufgabe akzeptabel ist. Sie berücksichtigen auch die Art der Übereinstimmungen. So werden beispielsweise Übereinstimmungen mit korrekt zitierten Zitaten anders beurteilt als Übereinstimmungen mit nicht referenziertem Text. Es ist der Kontext der Ähnlichkeit, der oft am wichtigsten ist, und nicht der Prozentsatz allein.

KI-Bewertungen für das Schreiben 

Im Jahr 2023 führte Turnitin einen KI-Indikator in seine Berichte ein, der eine separate Bewertung zum Ähnlichkeitsindex liefert. Diese Bewertung hilft Pädagogen, Einsendungen zu identifizieren, die möglicherweise von KI-Tools wie Chatbots generiert wurden. 

Können Studierende die KI-Bewertung in ihrem LMS sehen? Nein, KI-Bewertungen für das Schreiben sind in der Regel nur für Lehrende zugänglich und helfen ihnen bei der Beurteilung der Authentizität der eingereichten Arbeit.

Gibt es alternative Möglichkeiten für Studierende, auf Turnitin-KI-Bewertungen zuzugreifen? Ja, Studierende, die ein tieferes Verständnis für die Originalität ihrer Arbeit suchen, können Tools wie den T-detector verwenden. Dieses Tool bietet Berichte ähnlich denen, die Lehrende erhalten, einschließlich Ähnlichkeits- und KI-Bewertungen, so dass die Studierenden vor der endgültigen Einreichung fundierte Überarbeitungen vornehmen können.

T-detector

Wie man einen Turnitin-Bericht richtig interpretiert

Wie bereits erwähnt, zeigen die aktuellen Turnitin-Berichte zwei Arten von Bewertungen: die Ähnlichkeitsbewertung, die auf der Plattform zur Abgabe sichtbar ist, und die KI-Bewertung, die für Studenten nicht sichtbar ist. Das Verständnis beider Aspekte ist entscheidend für eine korrekte Interpretation des Berichts.

Ähnlichkeitsbewertung

Die Ähnlichkeitsbewertung zeigt, wie viel identischer oder ähnlicher Text in einer eingereichten Arbeit gefunden wurde. Dies wird visuell durch verschiedene Farben auf dem Berichtssymbol dargestellt, wobei jede Farbe einen anderen Grad der Ähnlichkeit angibt:

  • Blau: Kein übereinstimmender Text (0%)

  • Grün: Ein Wort bis 24% übereinstimmender Text

  • Gelb: 25-49% übereinstimmender Text

  • Orange: 50-74% übereinstimmender Text

  • Rot: 75-100% übereinstimmender Text

Turnitin Similarity Score

KI-Bewertung

Die KI-Bewertung wird unabhängig von der Ähnlichkeitsbewertung berechnet und schätzt hauptsächlich den Anteil des Textes, der möglicherweise von KI-Werkzeugen generiert wurde. Die KI-Bewertungen sind wie folgt:

  • 0%: Kein KI-Inhalt erkannt.

  • 20%-100%: Spezifische Werte, die den Anteil des KI-generierten Inhalts angeben.

  • *%KI: Deutet auf möglicherweise KI-generierte oder paraphrasierte Inhalte im Bereich von 1%-20% hin.

Bewertungen richtig einordnen

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Bewertungen allein keine eindeutigen Beweise für Plagiarismus oder wissenschaftliches Fehlverhalten darstellen. Dozenten berücksichtigen bei der Bewertung von Arbeiten auch andere Faktoren. Ein hoher Wert bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Arbeit vollständig plagiiert oder problematisch ist. Zum Beispiel:

  • Eine Ähnlichkeit von 45% kann einfach auf die Verwendung gängiger Begriffe, Phrasen oder Referenzen zurückzuführen sein.

  • Eine Ähnlichkeit von 19% mag gering erscheinen, aber wenn ganze Sätze und Absätze aus anderen, nicht korrekt zitierten Quellen hervorgehoben werden, deutet dies auf ernstere Probleme hin.

Das Verständnis von Turnitin-Berichten erfordert eine differenzierte Betrachtung, die über reine Prozentzahlen hinausgeht und die Art und den Kontext der übereinstimmenden Inhalte berücksichtigt. Diese Sichtweise hilft Studenten und Dozenten, Turnitin effektiv als Instrument zur Verbesserung des wissenschaftlichen Schreibens und der akademischen Integrität einzusetzen.

Faktoren, die zu niedrigen Turnitin-Ähnlichkeitswerten führen können

Ein hoher Turnitin-Ähnlichkeitswert bedeutet nicht zwangsläufig ein Plagiat, kann aber Anlass zur Sorge geben. Wenn Sie die Faktoren kennen, die zu niedrigen Ähnlichkeitswerten führen können, lassen sich typische Fehler vermeiden und Ihre wissenschaftliche Arbeit verbessern. Hier sind die Hauptursachen für hohe Übereinstimmungsraten:

Faktoren, die zu schlechten Turnitin-Ähnlichkeitswerten führen

1. Fehlende oder fehlerhafte Zitate

Einer der häufigsten Gründe für hohe Ähnlichkeitswerte ist das Auslassen von Quellenangaben oder fehlerhaftes Zitieren. Turnitin markiert jeden nicht zitierten Text, der mit der Datenbank übereinstimmt, auch wenn der Inhalt paraphrasiert wurde. Achten Sie auf die korrekte Anwendung der Zitationsstandards (APA, MLA, Chicago), um Quellen korrekt anzugeben.

2. Zu viele Zitate

Zitate sind zwar im wissenschaftlichen Kontext wichtig, zu viele Zitate können aber zu hohen Ähnlichkeitswerten führen. Besteht Ihre Arbeit hauptsächlich aus langen, direkten Zitaten, wertet Turnitin dies als übereinstimmenden Text. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Zitaten, eigenen Analysen und Paraphrasierungen, um die Ähnlichkeitswerte nicht unnötig zu erhöhen.

3. Paraphrasieren ohne Quellenangabe

Wenn Sie zu nah am Original paraphrasieren, kann dies ebenfalls zu einem hohen Ähnlichkeitswert führen. Auch wenn Sie einen Satz umformulieren, aber die Quelle nicht angeben, wird dies von Turnitin markiert. Nennen Sie beim Paraphrasieren immer die Originalquelle.

4. Häufige Verwendung vonStandardformulierungen oder Fachbegriffen

In manchen Fachbereichen wie Jura oder Medizin werden häufig Fachbegriffe und Standardformulierungen verwendet. Diese sind zwar kein Plagiat, Turnitin kann sie aber trotzdem als übereinstimmende Inhalte markieren, da sie in vielen wissenschaftlichen Arbeiten vorkommen. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Arbeit Ihre eigene Analyse widerspiegelt und nicht nur Fachterminologie wiedergibt.

5. Einreichen von Entwürfen oder unfertigen Arbeiten

Das Einreichen unvollständiger Entwürfe oder Work-in-Progress-Versionen kann zu ungenauen Ähnlichkeitswerten führen. Solche Versionen können Platzhalter, unüberarbeitete Zitate oder noch nicht vollständig recherchierte Inhalte enthalten. Reichen Sie daher immer die finale Version ein.

6. Ungewollte Übereinstimmungen mit öffentlich zugänglichen Texten

Turnitin kann Inhalte markieren, die aus frei zugänglichen Quellen wie Blogs oder Webseiten stammen. Das ist nicht unbedingt ein Plagiat, kann aber den Ähnlichkeitswert erhöhen. Achten Sie darauf, alle öffentlich zugänglichen Inhalte korrekt zu zitieren, um unnötige Übereinstimmungen zu vermeiden.

7. Nutzung von KI-generierten Inhalten

KI-Tools wie ChatGPT können Texte erstellen, die große Ähnlichkeit mit Inhalten aus dem Internet aufweisen, was Turnitin erkennt. Da Turnitin inzwischen KI-generierte Inhalte erkennen kann, können Arbeiten, die in großen Teilen mit KI geschrieben wurden, höhere Ähnlichkeitswerte erzielen – selbst wenn der KI-generierte Text paraphrasiert wurde.

8. Nicht ausgeschlossene Ähnlichkeitsindizes

Dozenten können in Turnitin bestimmte Arten von Übereinstimmungen von der Berechnung des Ähnlichkeitswerts ausschließen. Beispielsweise können sie folgende Elemente aus dem Bericht entfernen:

  • Bibliographien: Zitate am Ende der Arbeit.

  • Zitate: Wörtliche Zitate, die in der Aufgabe verwendet wurden.

  • Standardformulierungen/Fachbegriffe: Fachspezifische oder häufig verwendete wissenschaftliche Terminologie.

Werden diese Ausschlüsse jedoch nicht vom Dozenten vorgenommen oder verwenden Sie unzulässige Indizes (z. B. durch Kopieren von Abschnitten aus Lehrbüchern oder anderen nicht zur Aufgabe gehörenden Materialien), wirken sich diese auf den Ähnlichkeitswert aus.

9. Absprachen zwischen Studierenden

Turnitin erkennt auch Ähnlichkeiten zwischen den Arbeiten verschiedener Studierender. Wenn mehrere Studierende an derselben Aufgabe zusammenarbeiten oder voneinander abschreiben, markiert Turnitin diese Ähnlichkeiten. Dies wird als Kollusion unter Studierenden bezeichnet und kann zu einem höheren Ähnlichkeitswert führen, selbst wenn die einzelnen Teile der Arbeit originell sind.

Wie man ein gutes Turnitin-Ergebnis erzielt

Um ein gutes Turnitin-Ergebnis zu erzielen, sollten Sie sowohl auf Ihr KI-Ergebnis als auch auf Ihr Ähnlichkeitsergebnis achten.  

1. Senken Sie Ihr KI-Ergebnis

Nutzen Sie Tools wie T-detector, um einen ähnlichen Bericht wie Turnitin zu generieren. Dieser gibt Ihnen Einblick in Plagiate und KI-generierte Inhalte in Ihrer Arbeit. 

KI-generierte Texte wirken oft unpersönlich oder zu formell. Nutzen Sie die Humanizer-Funktion, um KI-erkannte Inhalte umzuschreiben und so sicherzustellen, dass Ihre Arbeit authentisch und originell klingt.  

T-detector

2. Reduzieren Sie Ihr Ähnlichkeitsergebnis

  • Quellen korrekt angeben: Nennen Sie immer den Urheber mit den korrekten Zitierweisen.

  • Wirksam paraphrasieren: Achten Sie darauf, dass Ihre Umschreibungen originell sind und sich nicht zu nah am Originaltext orientieren.

  • Direkte Zitate sparsam verwenden: Halten Sie ein Gleichgewicht zwischen direkten Zitaten und Ihrer eigenen Analyse, um Ihr Ähnlichkeitsergebnis niedrig zu halten.

3. Überprüfen Sie Ihren Turnitin-Bericht

Konzentrieren Sie sich nach Erhalt Ihres Ähnlichkeitsberichts auf die hervorgehobenen Stellen. Überprüfen Sie die markierten Abschnitte und überarbeiten Sie diese, um korrekte Zitation, Paraphrasierung und Originalität zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

FAQ

1. Was bedeutet ein 100% Turnitin Ergebnis?

Ein 100%iges Übereinstimmungsergebnis deutet typischerweise darauf hin, dass die eingereichte Arbeit keine Originalarbeit enthält. Möglicherweise wurde sie bereits von demselben oder einem anderen Studenten eingereicht. Dies könnte auf die Wiederverwendung alter Arbeiten, Absprachen oder das Kopieren von anderen Studenten hindeuten.

2. Welcher Prozentsatz gilt bei Turnitin als akzeptabel?

Es gibt keinen allgemeingültigen "akzeptablen" Prozentsatz. Im Allgemeinen gelten Ergebnisse zwischen 10 und 20 % als unbedenklich, solange die Übereinstimmungen korrekt zitiert sind oder sich auf gängige Formulierungen beziehen. Ein höherer Wert sollte genauer untersucht werden.

3. Was wird von Turnitin-Berichten nicht erkannt?

Turnitin erkennt keine Bilder, Diagramme, gedruckten Bücher, fremdsprachigen Werke oder passwortgeschützten Inhalte. Die Berichte erkennen auch nicht das Plagiat selbst; sie heben lediglich übereinstimmenden Text hervor. Zitate oder korrekt referenzierte Texte können ebenfalls im Bericht angezeigt werden.

4. Ist ein 30% Turnitin Ergebnis hoch, oder ist ein 25%iges Ergebnis schlecht? Sind 20% gut?

Ein 36%iger Ähnlichkeitswert oder KI-Wert ist hoch und sollte genauer betrachtet werden. 25% ist ein moderater Wert – es kommt darauf an, womit die Übereinstimmungen bestehen. 20% sind in der Regel in Ordnung, solange korrekt zitiert wurde. Wichtig ist nicht nur die Zahl, sondern auch, was Turnitin in Ihrer Arbeit hervorhebt.

Fazit 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein "guter" Turnitin-Score von den Standards Ihrer Institution und dem Kontext der Treffer abhängt. Obwohl ein höherer Ähnlichkeitswert Bedenken hervorrufen kann, ist es entscheidend, sich auf die Qualität und die Quelle der übereinstimmenden Inhalte zu konzentrieren, und nicht nur auf den Prozentsatz. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Schreiben!