Wie man Turnitin KI-Erkennung verwendet – Ohne Konto prüfen
Die KI-Erkennung von Turnitin hilft Lehrenden, von KI erstellte Inhalte in Aufgaben von Studierenden aufzuspüren. Doch wie setzt man sie ein? Diese Anleitung führt Sie durch den gesamten Prozess – von der Einrichtung bis zur Auswertung der Ergebnisse. Am Ende werden Sie verstehen, wie Sie die KI-Erkennung nutzen können, um die wissenschaftliche Integrität zu wahren.
Wenn Sie KI-generierte Inhalte ohne Turnitin-Zugang prüfen möchten, testen Sie T-detector. Dieser bietet Ihnen KI-Erkennungsberichte ähnlich wie Turnitin – ganz ohne Konto!
Los geht's!

Wer hat Zugriff auf die KI-Erkennung von Turnitin?
Das KI-Erkennungstool von Turnitin ist nicht direkt für Einzelpersonen zugänglich. Es wird im Rahmen der Partnerschaft von Turnitin mit Bildungseinrichtungen angeboten.
Das bedeutet, Studierende können dieses Tool nicht selbstständig nutzen. Stattdessen ermöglichen Schulen, Universitäten und andere Institutionen den Zugriff für Lehrende und Dozenten. Diese können die KI-Erkennung aktivieren, wenn Studierende ihre Arbeiten einreichen. Es liegt im Ermessen der Lehrenden, diese Funktion für ihre Kurse zu aktivieren.
Turnitin KI-Erkennungsbericht
Die Ergebnisse der Turnitin KI-Erkennung werden im Turnitin-Ähnlichkeitsbericht angezeigt, jedoch getrennt von den Ähnlichkeitsergebnissen. Während der Ähnlichkeitsbericht zeigt, inwieweit die Arbeit mit bestehenden Quellen in der umfangreichen Turnitin-Datenbank übereinstimmt, identifiziert die KI-Erkennung speziell Textpassagen, die möglicherweise von KI-Tools wie ChatGPT erzeugt wurden. Der KI-Wert beeinflusst den Ähnlichkeitswert in keiner Weise.

Es ist wichtig zu beachten, dass Studierende den KI-Erkennungswert nicht einsehen können. Nur Lehrende haben Zugriff auf diesen Teil des Berichts. Dies unterstützt sie bei der Beurteilung, ob Teile der Arbeit möglicherweise von einer KI generiert wurden.
So aktivieren Sie den Turnitin KI-Bericht
Die KI-Texterkennung ist eine Erweiterung der Turnitin-Originalitätsprüfung und wird im Ähnlichkeitsbericht angezeigt. Um diese Funktion zu nutzen, muss der Systemadministrator sie zunächst auf Organisationsebene aktivieren. Anschließend können Dozenten die KI-Erkennung für ihre jeweiligen Aufgaben aktivieren.
Schritte für Administratoren:
Melden Sie sich als Administrator bei Turnitin an.
Gehen Sie zu den Kontoeinstellungen.
Suchen Sie die Option KI-Texterkennung und stellen Sie sicher, dass diese aktiviert ist.
Speichern Sie die Änderungen, falls erforderlich, um die Funktion für Dozenten freizuschalten.

Schritte für Dozenten:
Sobald die Funktion von der Administration freigeschaltet wurde, können Dozenten die KI-Erkennung für ihre Aufgaben innerhalb ihres Learning Management Systems (LMS) aktivieren.
Öffnen Sie die Aufgabe: Navigieren Sie zu der Aufgabe, für die Sie die KI-Erkennung aktivieren möchten.
Öffnen Sie die Turnitin-Einstellungen: Suchen Sie in den Aufgabeneinstellungen die Turnitin-Optionen, die üblicherweise als "Plagiatsprüfung" oder "Originalitätsprüfung" bezeichnet werden.
KI-Erkennung aktivieren: Aktivieren Sie die Option "KI-Texterkennung aktivieren" oder eine ähnliche Option.
Änderungen speichern: Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Einstellungen speichern, damit die KI-Erkennung für die Aufgabe aktiviert ist.
Nach der Aktivierung analysiert Turnitin die Studierendenarbeiten auf potenziell KI-generierte Inhalte und markiert Textstellen, die möglicherweise mit generativen KI-Tools erstellt wurden.
Wie man den Turnitin KI-Erkennungsbericht ohne Kurs-ID erhält
Wie bereits erwähnt, haben Studierende in der Regel keinen direkten Zugriff auf die KI-Erkennung von Turnitin. Es gibt jedoch andere Wege, um ein Feedback zu Ihrer Arbeit zu bekommen. Hier sind einige Möglichkeiten, um Turnitin-ähnliche Berichte zu erhalten, inklusive der KI-Erkennung:
Weg 1: T-detector
T-detector bietet einen Service, der das Turnitin-System imitiert und einen Ähnlichkeitsbericht mit KI-Bewertung liefert, so wie er auch Dozenten zur Verfügung steht. So funktioniert es:
Laden Sie Ihr Dokument auf die T-detector-Plattform hoch.
Warten Sie 5-20 Minuten, bis die Analyse fertig ist.
Sie erhalten einen Bericht mit Ähnlichkeits- und KI-Erkennungswerten, genau wie ein Dozent ihn bekommen würde.
Weg 2: Zusammenarbeit mit Kommilitonen
Wenn Kommilitonen oder Freunde von Ihnen über ihre Hochschule Zugriff auf Turnitin haben, bitten Sie sie, Ihr Dokument damit zu prüfen. Achten Sie darauf, dass sie es nicht als ihre eigene Arbeit einreichen, um ethische Probleme zu vermeiden.
Weg 3: Dienstleistungen von Freelancern nutzen
Auf Plattformen wie Upwork und Fiverr bieten Freelancer Turnitin-Überprüfungen an. So erhalten Sie einen Turnitin-Bericht ohne direkten Zugriff:
Beauftragen Sie einen Freelancer, der Turnitin-Dienste anbietet.
Vorsicht vor Betrug – prüfen Sie immer die Bewertungen des Freelancers, bevor Sie fortfahren.
Kann man iThenticate anstelle von Turnitin nutzen?
iThenticate ist ein Tool zur Plagiatserkennung von Turnitin, das hauptsächlich von Forschern, Verlagen und Hochschulpersonal genutzt wird, um die Originalität von Forschungsarbeiten und Publikationen zu prüfen. Es vergleicht Dokumente mit einer umfangreichen Datenbank aus Zeitschriften, Artikeln und Webseiten.

Für Studierende und Hausarbeiten ist iThenticate aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert:
Teuer: Ein Einzelabonnement kostet ca. 125 US-Dollar, was es für Studierende zu einer teuren Option macht.
Keine KI-Erkennung: Anders als Turnitin bietet iThenticate keine Erkennung von KI-Texten, daher können KI-generierte Inhalte nicht identifiziert werden.
Nicht für Hausarbeiten: iThenticate ist für wissenschaftliche Publikationen gedacht, nicht für studentische Arbeiten, und ist daher ungeeignet.
Kurz gesagt: iThenticate ist gut für die professionelle Forschung, aber nicht ideal, um studentische Arbeiten zu prüfen.

Wie man den Turnitin KI-Bericht interpretiert
Das KI-Erkennungstool von Turnitin hilft Lehrern, Texte zu identifizieren, die möglicherweise von künstlicher Intelligenz geschrieben wurden. Es analysiert das eingereichte Dokument und vergleicht es mit einer umfangreichen Datenbasis, um typische Muster von KI-generierten Inhalten zu erkennen. Hier erfahren Sie, wie Sie den KI-Bericht richtig verstehen:
So funktioniert die Turnitin KI-Erkennung
Die KI-Erkennung von Turnitin basiert auf einem hochentwickelten Machine-Learning-Modell, das Textmuster erkennt, die häufig in KI-generierten Inhalten vorkommen, beispielsweise in Texten von großen Sprachmodellen (LLMs) wie GPT. Das System analysiert zusammenhängende Textpassagen der eingereichten Arbeit und sucht nach Anzeichen für maschinell erstellte Texte. Das KI-Tool ist darauf trainiert, KI-typische Schreibstile und Formulierungen zu identifizieren und von von Menschen verfassten Texten zu unterscheiden.

Was der KI-Indikator anzeigt
Der KI-Indikator wird im Ähnlichkeitsbericht im Seitenbereich angezeigt. Er umfasst:
Gesamt-KI-Anteil: Der prozentuale Anteil des Textes, der potenziell von einer KI generiert wurde.
KI-generierter Text: Textpassagen, die möglicherweise von einem KI-Tool stammen. Diese werden in cyan hervorgehoben.
KI-Paraphrasierter Text: KI-generierte Textpassagen, die mit Tools wie QuillBot umformuliert wurden. Diese werden in lila markiert.
Die KI-Bewertung im Detail:
Blauer Anteil: Der Wert liegt zwischen 0 % und 100 %.
(1 % – 20 %): Dieser Wert deutet auf eine geringe Wahrscheinlichkeit für KI-Inhalte hin und ist mit einem Sternchen (* %) gekennzeichnet. Dies könnte ein falsch-positives Ergebnis sein und sollte vorsichtig interpretiert werden.
Grau ohne Prozentangabe: Das Dokument konnte nicht auf KI-Inhalte geprüft werden, entweder aufgrund von Formatproblemen oder weil es bereits eingereicht wurde.
Fehler (!): Zeigt ein Problem bei der Verarbeitung an. Bitte versuchen Sie es später noch einmal oder kontaktieren Sie den Turnitin-Support.

Was ist eine gute KI-Bewertung?
Es gibt keine allgemeingültige "gute" oder "schlechte" KI-Bewertung, da diese vom Kontext der jeweiligen Aufgabe abhängt. Generell ist eine niedrige KI-Erkennungsrate – unter 20 % – unproblematisch und deutet lediglich darauf hin, dass kleinere Textabschnitte als potenziell KI-generiert markiert wurden.
Ein Wert über 50 % deutet jedoch darauf hin, dass ein wesentlicher Teil der Arbeit von einer KI stammen könnte, was die Frage nach der Originalität aufwirft.

Häufig gestellte Fragen
1. Was kann ich tun, wenn ich eine Datei nicht zur KI-Analyse in Turnitin hochladen kann?
Wenn das Hochladen Ihrer Datei zur KI-Analyse fehlschlägt, überprüfen Sie bitte Dateityp, Größe und Wortanzahl.
Für einen KI-Bericht muss die Datei folgende Kriterien erfüllen:
Weniger als 100 MB
Mindestens 300 Wörter Text enthalten
Maximal 30.000 Wörter
In einer unterstützten Sprache (Englisch oder Spanisch) verfasst sein
In einem zulässigen Dateiformat vorliegen (.docx, .pdf, .txt, .rtf)
2. Erhalte ich von Turnitin eine Benachrichtigung, wenn KI-generierte Inhalte erkannt werden?
Ja, Turnitin zeigt im Ähnlichkeitsbericht einen Hinweis auf KI-generierte Inhalte an, sobald solche erkannt wurden. Dieser Hinweis ist jedoch nur für Dozenten und Administratoren sichtbar.
3. Kann ich die KI-Analyse von Turnitin kostenlos nutzen?
Nein, die KI-Analysefunktion von Turnitin ist Teil des Premium-Dienstes und steht nur Institutionen mit einer Turnitin-Lizenz zur Verfügung.

4. Bietet Turnitin eine KI-Analyse für spanische Texte an?
Die KI-Analyse von Turnitin steht auch für spanischsprachige Texte zur Verfügung und bietet die gleichen Hinweise und Berichte wie für englischsprachige Arbeiten. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Analyse auf KI-Paraphrasierung (die durch KI veränderte Texte erkennt) derzeit nur für englische Texte verfügbar ist.
5. Kann ich auch bereits eingereichte Arbeiten nachträglich auf KI-Inhalte prüfen?
Ja, bereits eingereichte Arbeiten können erneut in Turnitin hochgeladen und mit aktivierter KI-Analyse auf KI-Inhalte geprüft werden.
6. Kann ich den KI-Hinweis in Turnitin deaktivieren?
Ja, Administratoren können die KI-Funktion in den Administratoreinstellungen deaktivieren. Dadurch wird der KI-Hinweis im Ähnlichkeitsbericht für alle Einreichungen entfernt.
Fazit
Das war's zur KI-Erkennung von Turnitin!
Wir haben besprochen, wie sie funktioniert, wie man die Berichte interpretiert und was die Ergebnisse bedeuten. Es ist ein nützliches Werkzeug, um KI-generierte Inhalte zu identifizieren, aber denkt daran: Es ist nur ein Puzzleteil. Nutzt es immer in Verbindung mit eurem eigenen Urteil.
Egal, ob ihr Studierende oder Dozenten seid, ihr seid jetzt bestens vorbereitet, um KI-Erkennung professionell zu nutzen. Vielen Dank fürs Lesen!